Heute morgen begrüßte mich facebook mit folgendem Sicherheitshinweis:
Die vorgeschlagenen E-Mail Adressen kommen mir bekannt vor. Drei der vier Vorschläge sind jedoch nicht mehr in Verwendung und teilweise schon seit Jahren deaktiviert. Die Vorschläge sind nicht zufällig gewählt, da unter den Vorschlägen auch Adressen sind, die nicht zu einem gängigen E-Mail Hoster gehören. Es dürfte sich dabei um Daten handeln, die Facebook aus dem Upload von Adressbüchern gewinnt und intern entsprechenden Nutzern zu ordnet.
Ich denke, es ist an der Zeit für eine Datenschutzauskunft nach § 34 BDSG, welche Daten Facebook über einen gespeichert hat, die NICHT im Profil freigegeben sind. Mal schauen, ob da eine Antwort kommt. Der Datenschutzbeauftragte der Stadt Hamburg würde bei Nichtauskunft sicherlich mit Vergnügen eines dieser neuen Bußgelder verhängen. :)
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10 Kommentare
Facebook legt ja großen Wert darauf, kein deutsches Unternehmen zu sein, siehe auch die versteckte Filiale in HH. Viel Spaß daher mit solchen Anfragen bzw. der klageweisen Durchsetzung ;)
Die Adresse der Filiale kenne ich trotzdem. ;-)
Viel erhoffe ich mir nicht, aber fragen kann man ja nun mal.
Gegen solche Datensammelwut hilft nur eine ablehnende Grundstimmung der Zielgruppe, daher sollte man jede Gelegenheit nutzen, um diese zum Ausdruck zu bringen.
@Meister: Richtig, das sollte man tun. Das machen Sie auch ganz einfach. Löschen Sie ihr Facebook-Profil und es sind schon mal einige Ihrer Probleme gelöst. ;)
Wer die “Datensammelwut” einiger Dienste eben nicht unterstützen will, der sollte dafür sorgen, dass diese dem Dienst gar nicht erst bekannt werden.
Dazu gibt es einige Möglichkeiten:
- auf die Nutzung von eMail-Adressen verzichten
- auf die Nutzung des Internet verzichten
- keine Domain registrieren, weil hier die Daten öffentlich im Impressum oder Whois des Registrars stehen
- Telefon abmelden
- Handy abmelden
- usw…
Nehmen Sie es mir nicht übel, aber einen Social Networking-Dienst wie Facebook nutzen und sich dann beschweren, dass eben dieser Dienst entsprechende Daten über einen selbst sammelt, das ist in meinen Augen schon sehr seltsam. Nutzen Sie es einfach nicht, dann kann keiner diese Daten sammeln oder sie Ihnen zuordnen.
Das ist ja genauso wie unsere Ilse Aigner, die ihr Facebook-Profil öffentlich stellt und sich dann beschwert, dass soviel öffentlich über sie bei Facebook lesbar ist. ;)
@Pascal Rosenberg Es geht ja hier nicht um die Daten, die Facebook in meinem Wissen sammelt (darunter zähle ich auch alle Daten die mal eingestellt waren und wieder “gelöscht” wurden). Für diese Daten hat Facebook ja im Zweifel meine Einwilligung.
Es geht nur um Daten, die aus anderen Quellen kommen und für mich uneinsehbar offensichtlich mit mir bzw. meinem Profil verbunden werden.
Halte uns auf dem Laufenden!
Wird bestimmt spannend…
Hast Du wenigstens mal grob rechtlich durchgeprüft, wie das mit diesen Bußgeldern funktioniert, wenn wir eine Stelle haben, die in den USA ihren Sitz hat, dort (oder wo auch immer) Daten verarbeitet und der Bußgeldbescheid dort auch vollstreckt werden müsste?
Naja… wir haben eine Stelle mit einer deutschen Niederlassung. Das ist doch schon mal ein Anhaltspunkt.
Ich habe facebook vorgestern erstmal per E-Mail kontaktiert und wollte mal schauen, welche Reaktion das hervor ruft. Wie erwartet: Bislang gar keine.
Das war ja meine Frage, ob ordnungswidrigkeitsrechtlich diese obskure Filiale (was in etwa macht die eigentlich) als “Anhaltspunkt” (wofür? Adressat eines Bußgeldbescheides?) ausreicht.
Ja, ist sie. Sie gilt als Niederlassung und ist daher nach § 1 Abs. 5 BDSG verantwortliche Stelle.
Sie dazu auch (ausführlich): http://www.rechtzweinull.de/index.php?/archives/144-Facebook-und-der-Datenschutz-Rechtliche-Einordnung-von-Inhalten-in-Sozialen-Netzwerken.html
Wie sehen deine nächsten Schritte aus, um an die gewünschte Information zu kommen? (nachdem keine Antwort auf die Anfrage per e-mail erfolgt ist)
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[...] Sicherheitshinweis zeigt, dass Facebook mehr über einen weiß @medien-gerecht [...]