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	<title>Kommentare zu: Showdown beim ZDF &#8211; Der &#8220;Fall Brender&#8221; als Befreiungsschlag?</title>
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	<description>Im Spannungsfeld zwischen Medien und Recht</description>
	<lastBuildDate>Thu, 26 Jan 2012 11:25:58 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Axel</title>
		<link>http://www.medien-gerecht.de/2009/11/22/showdown-beim-zdf-der-fall-brender-als-befreiungsschlag/comment-page-1/#comment-9355</link>
		<dc:creator>Axel</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 15:31:01 +0000</pubDate>
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		<description>@Pflichtfeld: Dass es schon immer den Versuch politischer Einflussnahme gab, wird niemand bestreiten. Was diesen Fall aber besonders grotesk macht (nicht l&#228;cherlich), ist, dass hier CDU-Politiker gezielt versuchen, einen ihnen unliebsamen Chefredakteur aus dem Amt zu dr&#228;ngen (der sich z. B. bei der Debatte mit dem gescheiterten Kanzler Schr&#246;der nach der Wahl bew&#228;hrt hat).

Wenn nicht Parteien, Kirchen und andere Organisationen gemeinsam die Gesellschaft vertreten, wer dann? Dies ist die einzig gangbare M&#246;glichkeit. Aber es muss gleichzeitig auch ein Gegengewicht zur Politik her, da sonst deren Einfluss zu gro&#223; ist (wie hier sch&#246;n zu sehen).

Dass der Rundfunk &quot;von der Bev&#246;lkerung zwangsweise&quot; Geb&#252;hren einzieht, ist nach aktueller Rechtslage schlicht falsch. Es wird niemand gezwungen, einen Fernseher zu besitzen. Was die Geb&#252;hren f&#252;r Radio und PC angeht, so sind die mit 5,76 € pro Monat wohl nicht wirklich der Rede wert. Die Umstellung des Modells auf eine haushaltsbezogene Abgabe halte ich durchaus f&#252;r sinnvoll, denn ohne Geb&#252;hren w&#228;re der Rundfunk von der Privatwirtschaft abh&#228;ngig. So zahlt der Nutzer f&#252;r die (zumindest relative) Unabh&#228;ngigkeit der Berichterstattung.
Man kann nur hoffen, dass Herr Sch&#228;chter sich nicht auf den faulen Kompromissvorschlag aus der Politik einl&#228;sst.

Und wass die 35 appellierenden Staatsrechtler angeht: Begriffe wie &quot;f&#252;hrend&quot;, &quot;renommiert&quot; oder &quot;bekannt&quot; sind sehr subjektiv und daher generell mit Vorsicht zu genie&#223;en.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Pflichtfeld: Dass es schon immer den Versuch politischer Einflussnahme gab, wird niemand bestreiten. Was diesen Fall aber besonders grotesk macht (nicht l&#228;cherlich), ist, dass hier CDU-Politiker gezielt versuchen, einen ihnen unliebsamen Chefredakteur aus dem Amt zu dr&#228;ngen (der sich z. B. bei der Debatte mit dem gescheiterten Kanzler Schr&#246;der nach der Wahl bew&#228;hrt hat).</p>
<p>Wenn nicht Parteien, Kirchen und andere Organisationen gemeinsam die Gesellschaft vertreten, wer dann? Dies ist die einzig gangbare M&#246;glichkeit. Aber es muss gleichzeitig auch ein Gegengewicht zur Politik her, da sonst deren Einfluss zu gro&#223; ist (wie hier sch&#246;n zu sehen).</p>
<p>Dass der Rundfunk &#8220;von der Bev&#246;lkerung zwangsweise&#8221; Geb&#252;hren einzieht, ist nach aktueller Rechtslage schlicht falsch. Es wird niemand gezwungen, einen Fernseher zu besitzen. Was die Geb&#252;hren f&#252;r Radio und PC angeht, so sind die mit 5,76 € pro Monat wohl nicht wirklich der Rede wert. Die Umstellung des Modells auf eine haushaltsbezogene Abgabe halte ich durchaus f&#252;r sinnvoll, denn ohne Geb&#252;hren w&#228;re der Rundfunk von der Privatwirtschaft abh&#228;ngig. So zahlt der Nutzer f&#252;r die (zumindest relative) Unabh&#228;ngigkeit der Berichterstattung.<br />
Man kann nur hoffen, dass Herr Sch&#228;chter sich nicht auf den faulen Kompromissvorschlag aus der Politik einl&#228;sst.</p>
<p>Und wass die 35 appellierenden Staatsrechtler angeht: Begriffe wie &#8220;f&#252;hrend&#8221;, &#8220;renommiert&#8221; oder &#8220;bekannt&#8221; sind sehr subjektiv und daher generell mit Vorsicht zu genie&#223;en.</p>
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		<title>Von: Pflichtfeld</title>
		<link>http://www.medien-gerecht.de/2009/11/22/showdown-beim-zdf-der-fall-brender-als-befreiungsschlag/comment-page-1/#comment-9353</link>
		<dc:creator>Pflichtfeld</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 11:17:14 +0000</pubDate>
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		<description>Zu den 35 &quot;f&#252;hrenden&quot; Staatsrechtlern: 

Einige bekannte Namen sind auf der Liste enthalten (Liste: http://www.faz.net/s/Rub510A2EDA82CA4A8482E6C38BC79C4911/Doc~EF661F8EF700742C58F6D9535A24ECFEA~ATpl~Ecommon~Scontent.html) , aber wohl &#252;ber die H&#228;lfte der Gelisteten als &quot;f&#252;hrend&quot; zu bezeichnen, ist doch eine sehr starke Verkl&#228;rung. 

Das zeigt sich auch daran, dass kaum ein Online-Artikel auf die Qualit&#228;t der Namen eingeht, sondern einhellig die gleichen Formulierungen &#252;bernimmt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zu den 35 &#8220;f&#252;hrenden&#8221; Staatsrechtlern: </p>
<p>Einige bekannte Namen sind auf der Liste enthalten (Liste: <a href="http://www.faz.net/s/Rub510A2EDA82CA4A8482E6C38BC79C4911/Doc~EF661F8EF700742C58F6D9535A24ECFEA~ATpl~Ecommon~Scontent.html" rel="nofollow">http://www.faz.net/s/Rub510A2EDA82CA4A8482E6C38BC79C4911/Doc~EF661F8EF700742C58F6D9535A24ECFEA~ATpl~Ecommon~Scontent.html</a>) , aber wohl &#252;ber die H&#228;lfte der Gelisteten als &#8220;f&#252;hrend&#8221; zu bezeichnen, ist doch eine sehr starke Verkl&#228;rung. </p>
<p>Das zeigt sich auch daran, dass kaum ein Online-Artikel auf die Qualit&#228;t der Namen eingeht, sondern einhellig die gleichen Formulierungen &#252;bernimmt.</p>
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		<title>Von: Pflichtfeld</title>
		<link>http://www.medien-gerecht.de/2009/11/22/showdown-beim-zdf-der-fall-brender-als-befreiungsschlag/comment-page-1/#comment-9352</link>
		<dc:creator>Pflichtfeld</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 11:12:31 +0000</pubDate>
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		<description>Der ganze Fall ist doch l&#228;cherlich. Der Verwaltungsrat ist ein politisches Gremium, von der Grundkonzeption bis zur praktischen Ausf&#252;hrung. Wer das nicht will, m&#252;sste die Grundkonzeption von ARD &amp; ZDF von Grund auf &#228;ndern. 

Dazu m&#252;sste man sich auch fragen, ob Parteien, Kirche und andere Organisationen wirklich noch in ihrer Gesamtheit die Gesellschaft vertreten. Wer aber dies nicht in Frage stellt, darf sich meines Erachtens dann auch nicht &#252;ber politische Einflussnahme beschweren. Im Gegenteil sogar: Wenn man Parteienvertreter und andere Vertreter der &quot;Gesellschaft&quot; nur als Abnicker versteht ohne eigenen Willen, dann &#252;berl&#228;sst man dem Rundfunk sich selbst. Das kann aber auch nicht Sinn eines &#246;ffentlichen Rundfunks sein. Denn wer mit den Geldern der Gemeinschaft umgeht, muss auch Rechenschaft dieser gegen&#252;ber ablegen. 

Wenn der &#246;ffentlich-rechtliche Rundfunk mehr Freiheit haben m&#246;chte, sollte er dann aber im Gegenzug weniger oder keine Geb&#252;hren mehr von der Bev&#246;lkerung zwangsweise einziehen d&#252;rfen. Nur so kann er dann unabh&#228;ngig sein. 


Im &#220;brigen ist der Nachweis, dass Brender ein guter Chefredakteur sei, meines Erachtens noch nicht gegl&#252;ckt. Dass es hier&#252;ber keine Debatte gibt, notfalls auch in Form eines Pro-Arguments seiner &quot;Erfolge&quot;, zeigt doch, dass das Argument der politischen Einflussnahme wohl auch als Vorwand genommen wird. 

Es geht offenbar nur noch um den politischen Kampf und um Gesichtswahrung, nicht um die eigentliche Qualit&#228;t des Programms und die &quot;Erfolge&quot; des bisherigen Chefredakteurs. Bezeichnend.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der ganze Fall ist doch l&#228;cherlich. Der Verwaltungsrat ist ein politisches Gremium, von der Grundkonzeption bis zur praktischen Ausf&#252;hrung. Wer das nicht will, m&#252;sste die Grundkonzeption von ARD &amp; ZDF von Grund auf &#228;ndern. </p>
<p>Dazu m&#252;sste man sich auch fragen, ob Parteien, Kirche und andere Organisationen wirklich noch in ihrer Gesamtheit die Gesellschaft vertreten. Wer aber dies nicht in Frage stellt, darf sich meines Erachtens dann auch nicht &#252;ber politische Einflussnahme beschweren. Im Gegenteil sogar: Wenn man Parteienvertreter und andere Vertreter der &#8220;Gesellschaft&#8221; nur als Abnicker versteht ohne eigenen Willen, dann &#252;berl&#228;sst man dem Rundfunk sich selbst. Das kann aber auch nicht Sinn eines &#246;ffentlichen Rundfunks sein. Denn wer mit den Geldern der Gemeinschaft umgeht, muss auch Rechenschaft dieser gegen&#252;ber ablegen. </p>
<p>Wenn der &#246;ffentlich-rechtliche Rundfunk mehr Freiheit haben m&#246;chte, sollte er dann aber im Gegenzug weniger oder keine Geb&#252;hren mehr von der Bev&#246;lkerung zwangsweise einziehen d&#252;rfen. Nur so kann er dann unabh&#228;ngig sein. </p>
<p>Im &#220;brigen ist der Nachweis, dass Brender ein guter Chefredakteur sei, meines Erachtens noch nicht gegl&#252;ckt. Dass es hier&#252;ber keine Debatte gibt, notfalls auch in Form eines Pro-Arguments seiner &#8220;Erfolge&#8221;, zeigt doch, dass das Argument der politischen Einflussnahme wohl auch als Vorwand genommen wird. </p>
<p>Es geht offenbar nur noch um den politischen Kampf und um Gesichtswahrung, nicht um die eigentliche Qualit&#228;t des Programms und die &#8220;Erfolge&#8221; des bisherigen Chefredakteurs. Bezeichnend.</p>
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