Microsoft wehrt sich gegen Word Verkaufsverbot

Microsoft hat mit einem Eilantrag (PDF) an ein US-Berufungsgericht Einspruch gegen die von einem Bundesrichter in Texas verhängte Einstweilige Verfügung den Verkauf von Word binnen 60 Tagen einzustellen eingelegt. Der Richter hatte die Verfügung in einem Patentverletzungsverfahren ausgesprochen, in dem es darum geht, ob Microsoft ein Patent zum Öffnen bestimmter XML-Dokumente in Word verletze.

Microsoft warnt in dem Einspruch vor unabsehbaren finanziellen Schäden, die nicht nur der Softwaregigant, sondern auch Handelspartner wie BestBuy, Dell oder HP erleiden könnten und beruft sich darauf, dass ein Verkaufsverbot im vorliegenden Fall nicht rechtmäßig sei, da das Unternehmen den Rechtstreit in der Hauptsache wohl gewinnen würde und dem Kläger kein (weiterer) Schaden entstünde, wenn Word weiterhin vertrieben wird, da insbesondere der meistverwendete .doc Standard keine Patentverletzung herbeiführe.

Es bleibt abzuwarten, wie das Gericht entscheidet, denn Mit Microsoft Word 2008 (für Mac) und Word 2007 wurde das Standarddateiformat auf docx geändert, das sehr wohl von der Patentverletzung betroffen ist.

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Ein Kommentar

  1. Erstellt am 19. August 2009 um 11:50 | Permanent-Link

    Office 2007 ist fast 3 Jahre, Office 2008, fast 2 Jahre alt. So lange haben die also gebraucht, um eine (angebliche?) Patent-Verletzung zu finden? Zumal Microsoft seine Software in der letzten Zeit öffentlich hat testen lassen, sie also schon früher verfügbar war. Sehr seltsam, das Ganze.