Finanzkrise + Twitter = Blogsterben

Der Datenwachschutz steht zum Verkauf. Damit steht das nächste bekanntere Ein-Mann-Blog nach BasicThinking zum Verkauf. Wie die neuen Eigentümer von BasicThinking festhalten geht im Internet die Frage um, was denn das aktuelle “Blogsterben” ausmacht.

Die Antwort lässt sich eigentlich in folgender Formel festhalten:

(Finanz-) Krise + Twitter = Blogsterben

Meist ist irgendeine Form der Krise vorhanden. Robert Basic führte das allgemeine Unbehagen an und den Drang alle paar Jahre ein neues Projekt zu starten (also eher eine persönliche Krise) und für den Verkauf des Datenwachschutzes sind berufliche gründe ausschlaggebend. Generell dürfte wohl gelten, dass eben zeitaufwendige Freizeitprojekte in Zeiten der Finanzkrise nicht immer aufrecht erhalten werden können.

Und dann ist da natürlich auch noch twitter. Vieles was früher im eigenen Blog abgefrühstückt wurde, findet man heute nur noch im twitter. Live-Chats / Liveberichte in Blogs zu Ereignissen/Sendungen werden fast ausschließlich über twitter erledigt. twitter mag dafür auch eine besser Plattform bieten, die mehr Interaktionen erlaubt. Selbst der Blog-Metadienst Rivva, wird immer mehr zum twitter-metadienst.

Beides für sich genommen dürfte allerdings noch kein Grund für ein massives Blogsterben sein. Die Kombination aus beidem dürfte allerdings noch das eine oder andere Blog “sterben” lassen. Mit twitter lässt es sich ohne großen Aufwand (Blogbetrieb, -verwaltung und -verantwortung) schnell und spontan das gerade Gedachte verbreiten und bekommt meist schneller eine Reaktion darauf. Warum also gerade wenn Zeit kostbar ist, diese mit einem Blog weiter “verschwenden”?

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3 Kommentare

  1. symm
    Erstellt am 25. März 2009 um 09:09 | Permanent-Link

    Also ich habe meinen Blog schon nach 3 Monaten wieder eingestampft, da ich gerne gute Arbeit liefere und dies mir aus Zeitlichen Gründen nicht möglich war.
    Aber ich habe auch das Gefühl das im moment die “Blogblase” geplatzt ist. Man merkt, das immer mehr erfolgreiche Blogs wie z.b http://www.derecki.de, ihre Pforten schliessen. Und auch die Kommentare ausbleiben.
    Mal schnell einen Blog Eintrag machen wird immer mehr zu Pflicht und dauert auch mal schnell ne Stunde bis man die richten Worte gefunden hat. Und dann noch die Kommentare moderieren. Da kann ein Blog mal schnell 1-3 Stunden pro Tag verbrauchen, immerhin liest man ja nicht nur seinen eigenen Blog.

  2. Erstellt am 25. März 2009 um 13:40 | Permanent-Link

    Es gibt ja nun relativ viele Beweggründe sich mit einem Blog zu beschweren.
    http://www.vollossi.de ist aus Lust und Laune, sowie Spaß an Satire und Ironie heraus geboren worden.
    Und der Kunst auch über sich selbst lachen zu können.
    Brennt dem Vollossi etwas auf der Seele schreibt er es halt mal.
    Das funktioniert mit twittern nicht wirklich.
    Das ist eher ein Nachrichtenmultiplikator und kann einen Blog m.E. nie ersetzen.

  3. Erstellt am 25. März 2009 um 13:48 | Permanent-Link

    Natürlich gibt es viele verschiedene Beweggründe ein Blog zu schreiben. Und Blogs unterschiedlichster Qualität. Es ist nur nun mal so, dass die erfolgreichen sich insbesondere dadurch auszeichnen, dass sie viel bloggen. Was wie symm zu Recht anmerkt, dann auch zeitaufwändig werden kann.

    Nicht alles kann man twittern, aber vieles was gebloggt wird/wurde geht auch über twitter.