Das Gespenst der Verstaatlichung der Deutschen Bank

Die Deutsche Bank hat gerade zwei Dinge bekannt gegeben: 

  1. 2008 hat das größte deutsche Bankhaus 3,8 Milliarden Verlust gemacht
  2. Die Übernahme der Postbank wird durch einen Aktientausch mit der Post finanziert.

Diese beiden Meldungen haben aberwitzige Auswirkungen. Denn im aktuellen Verstaatlichungswahn den die Presse bei den Banken ausgemacht wird, hat sie ein nächstes Opfer ausgemacht. Der Staat ist künftig an der Deutschen Bank beteiligt. Was zwangsläufig einer Teilverstaatlichung des deutschen Vorzeigefinanzinstitut gleichkommen muss. Nach den Schlagzeilen scheint in den Redaktionen das Rechnen angefangen zu haben, so dass mittlerweile nur noch von indirektem Einstieg des Staates geredet wird.

Leider geht dabei so einiges unter und verquer. Ein Aktientausch ist bei der Übernahme eines Unternehmens durchaus eine gängige Art der Finanzierung und der Absicherung des Unternehmenskaufs. Diese Art von Finanzierung kam auch schon vor der Finanzkrise vor. Was die „Verstaatlichung“ angeht, hält die KfW hält als Anstalt des Öffentlichen Rechts 30,5% der Post, die wiederum bekommt nun für knapp 22% Postbank-Aktien 8% Deutsche Bank Aktien. Der Staat hält also künftig eine „indirkete Beteiligung“ von knapp 2,6%. Und die auch noch ohne jegliche Einflussmöglichkeit. Das nenne ich mal eine Verstaatlichung par excelence.

Wahrscheinlich hat Josef Ackermann in einem Telefonat mit Angela Merkel mehr Einfluss auf ihre Arbeit als umgekehrt.

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Sie haben keine Barschaft mehr, sie sind nicht mehr kreditwürdig und expandieren dennoch fröhlich weiter. das geht nur unter diesen umständen in diesen zeiten und ab einer bestimmten größe, dort, wo geld und poiltik eine wunderbare melange formen…. weiter so! wir dürfen gespannt sein, was da noch so kommen mag….

  2. Pingback: Blick Log » Warum die angekündigten Horrorabschlüsse der Banken uns nicht schrecken sollten

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besonders feine footnotes