Im Sommer lief 21 in den Kinos. Darin wurde die wahre Geschichte von MIT Studenten erzählt, die mit einer rechnerischen Methode die Spielkasinos von Las Vegas ausnahmen. Zeitgleich machte in Boston eine weiter Gruppe von MIT Studenten von sich reden. Die Studenten hatten das elektronische U-Bahnticket (CharlieCard) geknackt und sich so freien Zugang zur U-Bahn verschafft. Das ganze flog letztlich auf und der öffentliche Personennahverkehr MBTA verklagte die Studenten, um zu verhindern, dass diese über die Sicherheitslücke auf der DEFCON Tagung in Los Angeles referierten.
Die MBTA warf den Studenten vor, dass der Vortrag gegen den Computer Fraud and Abuse Act (CFAA) verstoßen würde, da durch die Präsentation es jedermann ermöglicht würde das Computersystem der CharlieCard zu umgehen und damit der (bankrotten) MBTA einen finanziellen Schaden zufügen. Das ganze Verfahren wurde vom US-Bundesgericht in Boston letztlich jedoch verworfen.
Der CFAA dient in erster Linie zum Schutz vor Hackerangriffen auf besonders geschützte Computer und die darin enthaltenen Informationen. Das Gericht stellte schließlich fest, dass der Vortrag über Sicherheitslücken in einem solchen Computersystem auf einer Fachtagung kein Verstoß gegen das Gesetz darstellte.
Die MBTA ging daraufhin für den bereits entstandenen Schaden weiter gegen die Studenten vor. Nun scheint man sich jedoch außergerichtlich geeinigt zu haben: Die Studenten arbeiten mit der MBTA an der Verbesserung des Systems um die Sicherheitslücken zu schließen.
Mit diesem Happy End ist es nur noch eine Frage der Zeit bis “21 reloaded”.
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