Wordpress Deutschland auf dem Weg zur Kommerzialisierung?

WordPress Deutschland (WPD) ist die größte (deutschsprachige) Community zur Blogsoftware WordPress neben wordpress.org. Das Team hinter WPD entwickelte auch die erste deutsche Sprachdatei, welche auch weiterhin die meiste Verwendung finden dürfte.

Nun strukturiert sich das Team um, das Projekt wird nun nicht mehr von Einzelpersonen (in Form einer GbR) geführt, sondern von einer neu zu gründenden Inpsyde GmbH (dessen Name so unaussprechlich ist, dass allein deshalb Erfolg zweifelhaft erscheint). Das Team spricht von Veränderung und untragbarer Verantwortung. 

WPD ist in der Vergangenheit schon mit dem Versuch, möglichst viel Profit zu ziehen (mit einem eingeschleusten Werbeplugin), in der Community auf Missfallen gestoßen. Als Folge entstand eine neue, offizielle, deutsche Sprachversion von WordPress. Die Änderung der Rechtsform von einer GbR mag sinnvoll sein, da die persönliche Haftung reduziert wird. Doch die Wahl einer GmbH zeigt, dass WPD künftig kein Communityprojekt mehr sein will, sondern ein profitables Unternehmen.

Ob die Rechnung aufgeht?

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5 Kommentare

  1. Erstellt am 24. November 2008 um 16:27 | Permanent-Link

    Hallo Laurent,

    wir haben in der Vergangeheit nicht versucht mit WPD Profit zu machen. Damals wurde versucht WPD auf einen finanzielle Basis zu stellen, das ist gründlich Mißlungen und wurde von Anfang an schlecht nach außen kommuniziert. Inpsyde macht sehr viel mehr als “nur” WPD zu betreiben. WPD war, ist und bleibt ein Communityprojekt. Darüberhinaus gibt es ein eigenes WPD-Team. Für die WPD-Benutzer wird sich nur dahingehend etwas ändern, dass die Qualität der aktuellen Projekte gesteigert wird und in Zukunft zusätzliche Dienste eingerichtet werden. Das konnten wir in der bisherigen Struktur nicht erreichen, deshalb dieser Schritt. Alles bleibt wie gehabt auf WPD kostenfrei.

  2. Sebastian
    Erstellt am 24. November 2008 um 16:37 | Permanent-Link

    Naja, so viele Rechtsformen gibt es nicht, wo man die persönliche Haftung möglichst vermindern kann. Welche würdest du denn vorschlagen, bei der man sich nicht dem Profitvorwurf stellen müsste?
    Ich hätte auch keine Lust, als Privatperson eine große Seite im Internet aufzuziehen…es gibt genug “Böse” welche einem wegen jedem Mist abmahnen…

  3. Erstellt am 24. November 2008 um 16:43 | Permanent-Link

    Hallo Olaf,

    erstmal danke für deine Antwort. Als erstes möchte ich klarstellen, dass ich hier mit “Profit” nicht eine persönliche Bereicherung gemeint habe, sondern finanzieller Profit für WPD. Ansonsten wollte ich die alte Geschichte nicht weiter aufwärmen.

  4. Erstellt am 24. November 2008 um 16:47 | Permanent-Link

    @ Sebastian:

    Ich bin selbst Teil einer GbR für ein Communityprojekt. Auch wir haben uns die Frage der Haftung schon mehrfach gestellt und die Antwort ist eigentlich relativ klar und einleuchtend:

    Ein eingetragener Verein. Jeder kann ihm unproblematisch beitreten und austreten, die Mitglieder sind nicht persönlich haftbar (außer der Vorstand bei groben Fehlverhalten). Es ist die Rechtsform die meiner Meinung nach auch als einziges den Aspekt eines “offenen Projektes” wahrt. (und ggf. auch noch gemeinnützig sein kann).

    Aber wie Olaf weiter oben geschrieben hat, scheint die Inpsyde GmbH (Wie spricht man das eigentlich korrekt aus?) ja noch mehr Projekte zu haben, weshalb diese Rechtsform wohl ausscheidet.

  5. Erstellt am 5. März 2010 um 11:59 | Permanent-Link

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2 Trackbacks

  1. [...] Natürlich kriechen auch schon kurz nach der Veröffentlichung des Artikels die ersten Bedenkenträger aus den Löchern. War mir schon irgendwie klar irgendwie [...]

  2. [...] Die ersten Reaktionen sind natürlich bereits [...]

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