In Deutschland wird gerne und viel über zuviel Bürokratie geschimpft. Wer allerdings mal mit einem amerikanischen (öffentlichen oder privaten) Verwaltungsapparat in Kontakt gekommen ist, weiß sehr schnell: Die wahren Meister der Bürokratie und des Formalismus sitzen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
So gestaltet sich auch die Auswahl der Kurse für das nächste LL.M. Semester zum bürokratischen Hindernislauf. Natürlich läuft alles online ab. In einem virtuellen Stundenplan kann man zunächst seine Kurse vorauswählen, bevor man sich an einem Stichtag (heute Morgen 8 Uhr) dazu anmelden kann. Klingt einfach und ist es theoretisch auch.
Wenn nicht alles mögliche diese Anmeldung (und damit die Teilnahme am Kurs) verhindern könnte. Jeder kleinste Fehler in der Personalakte führt automatisch zu einer Sperrung für die kommende Kursauswahl. Eine fehlende Impfung, nicht vollständig bezahlte Studiengebühren oder auch einfach nur ein Fehler in der Verwaltung reichen dafür aus.
Nur mit dem (Un-)Willen der Law School Verwaltung lässt sich im Vorfeld abklären, ob eine solche Sperre im System verzeichnet ist. Sicher kann man sicher aber trotzdem nicht sein, es könnte ja jederzeit eine neue eingetragen werden. Um so spannender wird es natürlich, wenn dann Punkt 8 Uhr nix passiert bzw. später die Meldung kommt, dass man sich nicht anmelden kann. Aber auch das beste EDV-System funktioniert nicht immer auf Anhieb.
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