Dagmar Metzger, Carmen Everts und Silke Tesch (alle noch SPD) haben heute morgen mit Jürgen Walter öffentlich bekannt gegeben, dass sie Andrea Ypsilanti nicht als Ministerpräsidentin einer tolerierten Rot-grünen Regierung wählen wird. Die Entscheidung wird mit heftigen Bedenken und Gewissensbissen erklärt. Wer die Pressekonferenz gesehen hat, konnte sehen, dass es insbesondere Carmen Everts und Silke Tesch wirklich schwer gefallen ist, diese Entscheidung zu treffen.
Die Zukunft der drei Damen in der SPD ist allerdings äußerst fraglich. In der Hessen SPD dürfte jetzt mit offenen Messern gekämpft werden und einige Opfer haben wird. Es bleibt abzuwarten, ob die Flügelkämpfe nicht allgemein wieder ausbrechen, schließlich sind in der SPD allgemein noch einige Fragen ungeklärt.
Dies schien den vier in Wiesbaden durchaus bewusst und dennoch haben sie sich nicht abhalten lassen. Ein mutiger Beweis, dass es noch politische Ehrlichkeit gibt und ein gutes Zeichen für die Demokratie. Es wäre schade (aber sehr wahrscheinlich), wenn die drei Damen nun von der hessischen Politbühne verschwinden würden.
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Ein Kommentar
“… dass es insbesondere Carmen Everts und Silke Tesch wirklich schwer gefallen hat, diese Entscheidung zu treffen …” – eine interessante Formulierung: Bis zum “hat” hätte man als unbedarfter Leser rein sprachlich eher ein “ist” erwartet …
Ein Trackback
[...] mit Ypsilanti jetzt passieren soll. (Natürlich haben sie genauso wenig eine Chance in der Partei wie die Abweichler, auch wenn Münte das “freie Mandat” betont. Wer’s [...]