Das erste TV-Duell zwischen John McCain und Barack Obama war mit Spannung erwartet worden. Diese hatte vor allem John McCain erzeugt, nachdem er vor 2 Tagen sämtliche Wahlkampfveranstaltungen (wie einen Auftritt bei David Letterman und das TV-Duell) absagte um sich in Washington höchst persönlich um die Finanzkrise zu kümmern.
Da dies jedoch eher für Spot sorgte als das Image als erfahrener Krisenmanager zu stärken entschied sich McCain heute kurzfristig um und nahm doch am TV-Duell teil. Das lief wenig überraschend ab. Beide Kandidaten konnten auch angesichts der Finanzkrise nur ihre Wahlkampfthesen wiedergeben. Da also thematisch nichts Weltbewegendes zu erwarten war, konnte man sich ruhig auf die medialen Faktoren des Duells konzentrieren. Beruhigend (aus deutscher Sicht) war, dass die beiden Kandidaten angesichts der Situation anfangs deutlich angespannt waren und es einige Zeit brauchte um sich zu lösen.
Während Obama mit der Zeit seine rhetorische Gewandheit wieder gewann, wurde John McCain gerade bei der Außen- und Sicherheitspolitik zum Oberlehrer. Wieder und wieder verspottete er Obamas außenpolitische Thesen als naiv und unerfahren, während er nun schon alle Länder der Welt bereist, jeden einflussreichen Politiker bereits gesprochen und schon als Kriegsheld seinem Land gedient hatte.
Auch wenn beide in vielen Punkten relativ nah beieinander waren kostete doch dieses Verhalten McCain eindeutig die Souveränität (und damit den “Sieg”) in dem Duell.
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Ein Kommentar
Obama oder McCain? http://www.europevotes.com