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Palin, Palin
Die Rede der Gouverneurin von Alaska und designierter Vizepräsidentin von John McCain war ein Paukenschlag. Mit ihrer Rede wurde deutlich, warum sie von John McCain ausgewählt wurde. Sie ist eine Frau, sie ist jung, sie ist gradlinig und weiß die Leute für ihre Sache zu begeistern.
Ihre Rede lässt sich eigentlich auf zwei Punkte reduzieren: John McCain ist ein erfahrener Mann, der für sein Land gekämpft hat. Ein Held, der aus eigener Erfahrung weiß wie zu handeln ist und auf der anderen Seite der schöngeistige und wortgewandte Obama, der in den Augen Palins nur Schein statt Sein verkörpert. Trotz dieser recht plakativen (und abgelutschten) Bilder hinterließ sie jedoch den Eindruck eine resolute, gewissenhafte und sogar erfahrene Politikerin zu sein.
Damit könnten die Kandidatenpaare nicht unterschiedlicher sein: Der junge unerfahrene wortgewandte Obama mit der erfahrenen Verstärkung aus der alten Garde, die ihm den Makel der fehlenden Erfahrung nehmen soll und auf der anderen Seite ein alter erfahrener Präsidentschaftskandidat, der sich junge weibliche (moderner wirkende) Verstärkung holt um den Makel des hohen Alters zu beseitigen.
Die heiße Wahlkampfphase hat soeben begonnen und gerade in Hinblick auf die letzten Wahlen wird eins deutlich: Barack Obama kann noch lange nicht sicher sein, der nächste Präsident der Vereinigten Staaten zu werden.