Wahlstation Rechtsinformatik bei der EEAR

Bevor ich mich in die neue Welt verabschiede, möchte ich noch einige Artikel meinem Referendariat widmen. Den Anfang vor dem allgemeinen Rückblick auf das Referendariat im Saarland soll gezielt meiner Wahlstation gelten.

Da meine juristischen Interessen hauptsächlich um die Themengebiete Urheberrecht, “IT-Recht”, Datenschutz und auch eCommerce kreisen, wollte ich auch Teile meiner Stationen im Referendariat entsprechend abdecken um mögliche Tätigkeitsbereiche in diesen Fachgebieten kennenzulernen. 

Eine gute Gelegenheit dafür ist die Wahlstation Rechtsinformatik. Diese wird im Saarland von der Europäischen EDV-Akademie des Rechts gGmbH (EEAR) in Verbindung mit dem Institut für Rechtsinformatik (IfRI) an der Universität des Saarlandes angeboten. 

Durch die Nähe (und enge Zusammenarbeit) zum IfRI, wird schon deutlich, dass es sich bei der Tätigkeit der EEAR um eine Mischung aus wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Arbeit handelt. Dies hat sich dann im Alltag der Wahlstation auch bewahrheitet. Mit einer Mitreferendarin überarbeiteten wir das von der EEAR herausgegebene Urheberrechtsskript “Remus Hochschule“. Dabei ging es hauptsächlich darum, das vorhandene Material aus Skript und Fällen den letzten Reformen und Entscheidungen im Bereich des Urheberrechts anzupassen. Daneben ging es aber schließlich auch darum, dies in einer entsprechenden Form online zu präsentieren.

Zu den weiteren Aufgaben gehörte auch das Ausarbeiten von Forschungsanträgen, was sich als sehr vielseitige Tätigkeit herausstellte, da neben der Problembeschreibung des Forschungsprojektes auch viele betriebswirtschaftliche Aspekte zu berücksichtigen waren. Gerade durch ein sehr dynamisches Team entstand hier ein großer Synergieeffekt.

Neben diesen eher wissenschaftlich geprägten Aufgaben, galt es aber auch bereits umgesetzte Forschungsprojekte oder Auftragsarbeiten zu betreuen, wie etwa eine Entscheidungsdatenbank zum Hochschulrecht. Ein weiteres Projekt bei dem Referendare bei der Entwicklung und Umsetzung eingesetzt wurden ist das Zentrale Schutzschriftenregister.

Die Wahlstation Rechtsinformatik bot mir daher den idealen Einblick in die Tätigkeiten im Bereich der Rechtsinformatik an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Ich kann daher nur jeden ermutigen, der sich in nach seinem Berufsleben in diesen Bereichen aufhalten will, sich für solch eine Station zu bewerben.


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Ein Kommentar

  1. Erstellt am 19. Oktober 2008 um 14:54 | Permanent-Link

    “Gerade durch ein sehr dynamisches Team entstand hier ein großer Synergieeffekt.”
    Hm. Das klingt aber schon arg nach Marketing-Bullshit. Was hat man sich denn bitte darunter vorzustellen?

    Im Übrigen klingt das Geschilderte doch eher so, als ob man hauptsächlich als jemand, der später wissenschaftlich arbeiten möchte, wirklich von einer solchen Station profitieren könnte.

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