StudiVZ-Bashing nervt gewaltig

Nichts ist in der letzten Zeit so hip und trendy wie StudiVZ-Bashing. Zugegeben, die Macher des SocialNetworks haben dafür in der Vergangenheit auch jede Menge Vorschub geleistet. Nicht zuletzt die Änderung der AGB zum Jahreswechsel hat für viel Furore gesorgt und Äußerungen dazu tun es auch heute noch.

Grund gibt/gab es also genug. Allerdings lernen die Betreiber auch aus ihren Fehlern. Seit vor wenigen Wochen das StudiVZ in der „Gamma-Version“ vorliegt, sind die Einstellungsmöglichkeiten zum Schutz der Privatsphäre so groß und vielfältig, wie nie zuvor. Eigentlich ein Grund des Lobes. Doch die Presse und die Blog-Szene schweigt eisern.

Viel einfacher ist es hingegen mit der Kritik einfach weiterzumachen. Schließlich lassen sich Gründe dafür auch schnell erfinden. So etwa der neue Start des MeinVZ, das über eine andere Holtzbrinck-Plattform promoted wird, die sich ebenfalls sichtlich ungeschickt anstellt, aber eigentlich kein Grund zur Aufregung ist.

Auch die mit dem Start des MeinVZ mögliche Verknüpfung von StudiVZ und meinVZ sorgt für viel heiße Luft.

Wie Holtzbrinck, die mit den VZ Geld verdienen wollen, scheint es den Meckerern wohl auch hauptsächlich um Blogzugriffe gehen, denn StudiVZ-Kritik klickt jeder an. Dabei gibt es einen einfachen Weg, seinen Unmut gegen StudiVZ auszudrücken. Bei den Bäckern um die Ecke wird schließlich auch nicht ewig rumgenörgelt, wenn sie ihre Brotrezeptur ändern.

5 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ja, da ist wirklich viel heiße Luft dabei. Erst haben die Leute mit Informationen um sich geworfen und wenn nun Werbung für Damenbinden bei Studentinnen eingeblendet werden soll und Werbung für Rasier bei Studenten, dann ändern die Leute ihre Namen. Aber Hauptsache man kann sich aufregen…

  2. Eine Alternative zu studiVZ/MeinVZ könnte kaioo.de in Kombination mit kaioomusic sein. Mir erscheint diese Seite zumindest als hoffnungsvoller Ansatz in einer mittlerweile sehr stark kommerzialisierten Web 2.0-Welt. Klar wurde kaioo auch durch Schmidtholtz eine kräftige Finanzspritze als Starthilfe zuteil, doch kaioo ist gemmeinnützig und spendet alle künftigen, durch Werbung erzielten Einnahmen an wohltätige Zwecke. Meiner Meinung ist http://www.kaioo.de also eine echte Alternative zu studiVZ/MeinVZ, Myspace, Facebook, StudiVZ, MeinVZ und wie sie alle heißen. Eine Unterstützung durch rege Teilnahme lohnt sich also auf jeden Fall, denn hier kann man sogar Inhalte und AGB durch aktive Teilnahme mitgestaltet und vorgeschlagen werden. Das ist wirklich Web 2.0 und sozial!

  3. Sich aus StudiVZ abzumelden soll also die Lösung sein? Sich kritiklos abzumelden?

    Anstatt Fehlentwicklungen anzukreiden, StudiVZ zu kritisieren und die Betreiber zu fragen was das soll, soll man sich still und leise abmelden?

    Ihr seid lustig. Ich schreibe zumindest etwas von Gewicht. Ich decke etwas auf.

    Ihr macht nichts anderes als als Drittverwerter über eine Metaebene zu reden obwohl ihr noch nicht einmal davon betroffen seid. Das ist die Definition von „heiße Luft“ verbreiten.

  4. Wenn möglichst viele sich abmelden, oder sich zumindest einen Zweitaccount auf kaioo.de oder ähnlichen Plattformen anmelden, ist das meiner Meinung nach schon eine Lösung. Nur, wenn keiner es macht, dann natürlich nicht! ;-)

  5. Erst mal ist wohl kaum von „Bashing“ zu reden, wenn es tatsächliche Anlässe für Kritik gibt. Das räumt ja selbst der von der Kritik genervte Autor hier beiläufig ein. Wenn es also scheinbar durchaus sachliche Kritikpunkte gibt, kann man wiederum auch ein paar Bloggern nicht vorwerfen, das Thema größer machen zu wollen, als es eigentlich ist, nur um die eigenen Klickzahlen oder Verlinkungen in die Höhe zu treiben. (Und wenn man es dennoch könnte, wären die selben Vorwürfe dann natürlich auch den Bloggern zu machen, die Blogeinträge über die Kritik an StudiVZ schreiben.)

    Was übrig bleibt, ist das persönliche Ermessen jedes Internetlesers, was ihn interessiert. Wem die Blogthemen oder deren Aufbereitung hier und da nicht gefällt, der kann sich andere inhaltliche Spielwiesen suchen, ganz unabhängig, ob man es sich dann einfach macht und wortlos den Raum verlässt oder nicht.

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