Medienjournalisten unter sich: Schlammschlacht Broder vs. Niggemeier

Für alle Medieninteressierten braut sich gerade ein neuer “K(r)ampf der Kulturen” zusammen: Stefan Niggemeier und Henryk M. Broder liefern sich derzeit einen kleinen Schlagabtausch.

Auslöser war dieser Beitrag von Stefan Niggemeier, in dem er auf Ungereimtheiten in Broders Aufsätzen fand.

Dieser lies es sich heute nicht nehmen und konterte, als Teil der Achse des Guten, in dem er seinen Herausforderer als Schmock oder Sesselpupser bezeichnet. Für einen Journalisten alles andere als rühmliche Aussage.

Wahrscheinlich sind das jedoch die Auswirkungen wenn er sich, ganz als Medienjournalist, mit dem Medienphänomen Dieter Bohlen auseinandersetzt. Mit dem kleinen Unterschied, dass dies zwar seine wahren Gedanken widerspiegeln mag, Broder allerdings (anders als Dieter Bohlen) nicht sympathisch(er) erscheinen lässt. Aber das mag Medienjournalisten einfach vergönnt sein.

Die nächste Runde ist jedenfalls schon eingeläutet. Mal sehen wie es weitergeht. Wenn es unter Journalisten, wie im Showbusiness zugeht, das auf “Opportunismus und Verlogenheit basiert”, dann wird sich das weiter hochschaukeln bis die Quote hoch genug ist. Den Pulitzer gewinnt so allerdings keiner von beiden.


Social Sharing
Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen? Dann verbreiten Sie Ihn doch über Facebook und Twitter…

An dieser Stelle würden wir Ihnen gerne weitere Inhalte zeigen - dazu ist aber Ihre Einwilligung nötig, da Ihre IP-Adresse an externe Dienste wie Facebook und Twitter übermittelt wird. Lesen Sie dazu zunächst die Datenschutzerklärung. Wenn Sie die Dienste wünschen, klicken Sie bitte hier

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Artikel und getagged , , , . Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL.

3 Kommentare

  1. Erstellt am 11. Februar 2008 um 17:07 | Permanent-Link

    Mein Eindruck ist, dass es in erster Linie Herr Broder ist, der hier mit Schlamm wirft. Niggemeier machte in seinem ersten Artikel auf faktisch Fehler aufmerksam die Broder in seinem Artikel (zum wiederholten Male übrigens) unterlaufen sind. Das ganze geschah in pointierter Form, jedoch ohne dass Niggemeier dabei ausfällig wurde.

    Daraufhin reagiert Broder jedoch höchst beleidigt. Seine Fehler gesteht er kleinlaut ein, hüllt das ganze jedoch in wütende Tiraden gegen Niggemeier (“Schweinchen Schlau”, “Schmock”, Sesselpupser” etc.)

    Gekrönt wird das ganze durch den Verweis auf Hitler oder den Genozid an den Armeniern, den man auch nicht zewifellos belegen könne. Daher solle man wohl auch Broder seinen schlampigen Umgang mit Fakten nachsehen, wenn es darum geht, die Islamisierung Europas zu beweisen.

    Ich glaube Herr Broder verrennt sich.

  2. Sascha Hofmann
    Erstellt am 11. Februar 2008 um 17:52 | Permanent-Link

    Erstaunlich: Herr Broder hat schon in der ersten Reaktion auf Niggemeiers Kritik “Godwins Gesetz” erfüllt, welches besagt, dass irgendwann einer der Diskussionsteilnehmer einen Nazivergleich anstellt, sich selbst dadurch disqualifiziert und jede weitere sachliche Diskussion im Endeffekt beendet.

    Tja, eigentlich schade. Ich dachte, Broder hat mehr drauf…

  3. Erstellt am 11. Februar 2008 um 19:17 | Permanent-Link

    Es ist egal was über Broder geschrieben wird, hauptsache irgendwer nimmt ihn zur Kenntnis. Es ist schwer alt zu werden und auf nichts verwertbares zurückblicken zu können. Deshalb braucht Broder die Bedeutsamkeit des Augenblicks. Er hat verständlicherweise Furcht davor an seinen Taten gemessen zu werden. So kleine Meßlatten sind selten.

Ihr Kommentar

Ihre E-Mail wird niemals veröffentlicht oder verteilt.

Du kannst diese HTML Tags und Attribute verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>