Medienjournalisten unter sich: Schlammschlacht Broder vs. Niggemeier

Für alle Medieninteressierten braut sich gerade ein neuer „K(r)ampf der Kulturen“ zusammen: Stefan Niggemeier und Henryk M. Broder liefern sich derzeit einen kleinen Schlagabtausch.

Auslöser war dieser Beitrag von Stefan Niggemeier, in dem er auf Ungereimtheiten in Broders Aufsätzen fand.

Dieser lies es sich heute nicht nehmen und konterte, als Teil der Achse des Guten, in dem er seinen Herausforderer als Schmock oder Sesselpupser bezeichnet. Für einen Journalisten alles andere als rühmliche Aussage.

Wahrscheinlich sind das jedoch die Auswirkungen wenn er sich, ganz als Medienjournalist, mit dem Medienphänomen Dieter Bohlen auseinandersetzt. Mit dem kleinen Unterschied, dass dies zwar seine wahren Gedanken widerspiegeln mag, Broder allerdings (anders als Dieter Bohlen) nicht sympathisch(er) erscheinen lässt. Aber das mag Medienjournalisten einfach vergönnt sein.

Die nächste Runde ist jedenfalls schon eingeläutet. Mal sehen wie es weitergeht. Wenn es unter Journalisten, wie im Showbusiness zugeht, das auf „Opportunismus und Verlogenheit basiert“, dann wird sich das weiter hochschaukeln bis die Quote hoch genug ist. Den Pulitzer gewinnt so allerdings keiner von beiden.

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Mein Eindruck ist, dass es in erster Linie Herr Broder ist, der hier mit Schlamm wirft. Niggemeier machte in seinem ersten Artikel auf faktisch Fehler aufmerksam die Broder in seinem Artikel (zum wiederholten Male übrigens) unterlaufen sind. Das ganze geschah in pointierter Form, jedoch ohne dass Niggemeier dabei ausfällig wurde.

    Daraufhin reagiert Broder jedoch höchst beleidigt. Seine Fehler gesteht er kleinlaut ein, hüllt das ganze jedoch in wütende Tiraden gegen Niggemeier („Schweinchen Schlau“, „Schmock“, Sesselpupser“ etc.)

    Gekrönt wird das ganze durch den Verweis auf Hitler oder den Genozid an den Armeniern, den man auch nicht zewifellos belegen könne. Daher solle man wohl auch Broder seinen schlampigen Umgang mit Fakten nachsehen, wenn es darum geht, die Islamisierung Europas zu beweisen.

    Ich glaube Herr Broder verrennt sich.

  2. Erstaunlich: Herr Broder hat schon in der ersten Reaktion auf Niggemeiers Kritik „Godwins Gesetz“ erfüllt, welches besagt, dass irgendwann einer der Diskussionsteilnehmer einen Nazivergleich anstellt, sich selbst dadurch disqualifiziert und jede weitere sachliche Diskussion im Endeffekt beendet.

    Tja, eigentlich schade. Ich dachte, Broder hat mehr drauf…

  3. Es ist egal was über Broder geschrieben wird, hauptsache irgendwer nimmt ihn zur Kenntnis. Es ist schwer alt zu werden und auf nichts verwertbares zurückblicken zu können. Deshalb braucht Broder die Bedeutsamkeit des Augenblicks. Er hat verständlicherweise Furcht davor an seinen Taten gemessen zu werden. So kleine Meßlatten sind selten.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


besonders feine footnotes