Pünktlich zum Jahresende werden wir heimgesucht. Die Imagekampagne “Du bist Deutschland” geht in die zweite Runde. Und wie sollte es anders sein im Jahr 2007: Diesmal geht es um Kinderfreundlichkeit.
Den Auftakt macht eine doppelseitige Anzeige in den Printmedien mit dem Titel “Du warst ein Unfall”. Wenn nicht schon die letzte Kampagne ein Unfall war, dann ist es jedenfalls diese jedenfalls der Kampagnenstart. Sowohl Spot als auch Anzeigen machen in großen Lettern zunächst auf mögliche negative Eigenschaften und Vorurteile gegenüber Kindern aufmerksam. Das Ansinnen hinter der Kampagne mag zwar löblich sein, aber gerade in Hinblick auf die zahlreichen Fälle in den Kinder wegen Vernachlässigung oder Überforderung der Eltern sterben mussten, bekommt diese Kampagne einen besonders bitteren Beigeschmack.
In einer Zeit in der aktiv gegen solche Fälle etwas unternommen werden muss, ist diese Kampagne ein Placebo, dass die Seelen beruhigt und mit schönen Worten und Bildern die Probleme verharmlost und verschönt. Statt zu handeln tritt dieser Tage eine weitere negative Seite auf: Aktionismus in Imagekampagnen und sinnlosen Änderungsvorschlägen des Grundgesetzes.
Du bist ein armes Deutschland!
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