Es war eine Randnotiz auf der gestrigen Medienseite der FAZ: Die ARD führe Gespräche mit dem aus Germanys Next Topmodel bekannten Model Bruce Darnell. Dieser hatte sich dort durch seine Gefühlsausbrüche zum heimlichen Star der Sendung von Heidi Klum avanciert.
Spiegel.online legt heute noch etwas Holz auf das lodernde Gerüchtefeuer. Angeblich habe die ARD Darnell eine sehr hohe Geldsumme geboten, dafür das er Pro7 wohl verlässt und eine eigene Coachsendung auf dem Ersten moderiert.
Natürlich wird von allen Seiten fleißig demonstriert, dass entsprechende Verträge geschlossen worden bzw. entsprechende Gehaltsummen geboten worden seien. Nur bei Pro7 scheint man das nicht ganz so diskret zu nehmen, die mitteilen ließen, dass man soweit mitgehen würde, wie es ginge um Bruce Darnell zu halten. Aber nicht um jeden Preis.
Für Pro7 ist die Angelegenheit besonders bitter, schließlich wäre das die zweite Identifikationsfigur des Senders die nach Oliver Pocher zur ARD wechselt. Die ARD (oder wahrscheinlich viel mehr die Degeto) scheint ihre Promi-Einkaufstour, die sie mit Harald Schmidt begonnen hat und an Günther Jauch leider scheiterte, damit ungebremst fortzusetzen.
Gerade vor dem Hintergrund des letzten Rundfunkurteils des BVerfG hinterlässt diese Einkaufstour einen faden Beigeschmack und es kommt einem die Frage auf, ob die Analyse des Gerichts unserer dualen Rundfunkordnung wirklich zutreffend war.
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Ein Kommentar
Die Gerichtsentscheidung war schon berechtigt. Warum die ARD allerdings glaubt, mit einem derartig schlechten Komiker wie Oliver Pocher oder einem Sendeformat für wandelnde Kleiderständer ein jüngeres Publikum anziehen zu können, ist mir schleierhaft.
Übrigens: Das US-Vorbild, “America’s Next Topmodel”, ist genauso schlecht.