Neuer Wirbel um das StudiVZ mit diskriminierenden Videos

Es sieht aus wie eine Gang Neonazis die durch eine englische Kleinstadt ziehen und sich allen Vegetariern „annehmen“, nach dem Motto „You eat the food of my food“. Die Männer bringen die Vegetarier in dem Video um und verfüttern ihre Leichenteile an Schweine.

Mit dieser Viralkampagne wollte das StudiVZ und dessen neuer Eigentümer Holtzbrinck international für seine Plattform werben. In Deutschland hat der Spot hohe Wellen geschlagen. Ein Sturm der Entrüstung löste sich in der Blog-Welt aus. Das scheint sowohl der verantwortlichen Werbeagentur ARS als auch Holtzbrinck nicht recht zu sein. Erklärte der Agentur-Chef Aimaq anfangs noch:

„…Die Spots sollen provozieren und so für eine intensive Auseinandersetzung sorgen. Uns geht es darum, eine möglichst kontroverse Diskussion im Netz zu starten, damit Aufmerksamkeit für StudiVZ zu generieren und neue User zu gewinnen, indem sie sich an dem Prozess beteiligen…“

scheint ihm die Kampagne inzwischen nicht mehr gelegen zu kommen. Die Agentur hetzte ihre Anwälte auf Blogger und Seitenbetreiber um die dort verbreiteten Clips zu entfernen. Soviel zur gewünschten kontroversen Diskussion.

Die Betreiber des StudiVZ haben sich inzwischen mit fadenscheinigen Argumenten von der Kampagne abgewendet und die Agentur alleine gelassen.

Wahrscheinlich reibt man sich insgeheim bei den Verantwortlichen die Hände, weil die Diskussion wie gewünscht von statten läuft, aber ob das das ruinierte Image aufbessert und neue Nutzer anlockt? Ich bezweifele es.

P.S.: Mit etwas Geschick lassen sich die Videos auch noch im Netz abrufen, falls jemand das nicht glauben will.

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