Es war abzusehen, dass ein Video der Hinrichtung Saddam Husseins im Internet auftauchen würde. Schließlich ist die Botschaft “Der Diktator ist tot, der Irak endlich von ihm endgültig von ihm befreit” wohl relativ wichtig. Ohne Bilder oder Videos würde die Botschaft aber jeglicher Beweisbarkeit fehlen.
Wie reagieren nun die deutschen Medien? Sie wissen anscheinend nicht so Recht damit umzugehen. Einige Medien zeigen keinerlei Bilder der Hinrichtung. Der Anstand verbietet es. Der Spiegel zeigt unverfängliche Bilder um aber kurz darauf einen kindischen Artikel zu veröffentlichen nach dem Motto “Wir haben das Video, zeigen es euch aber aus Anstand nicht”. Da ist sogar der Stern mutiger und zeigt halbwegs komplett in einer Bildstrecke die Hinrichtung.
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7 Kommentare
Die Hinrichtung von Saddam Hussein war ein
Verbrechen gegen die Menschlichkeit,denn es
müssten dann alle Staatsmänner gehängt werden welche
MITTELBAR einen Krieg beginnen Egal ob Diktator
oder Demokrat bzw. Republikaner aber es passte in das Raster der Juden und Amerikaner erst werden diese Leute aufgebaut und wenn sie nicht mehr benötigt werden werden sie beseitigt.
Das Video bekommt man im Internet an jeder “Ecke”.
Alle Staatsmänner hängen? Interessante Idee. Fast so gut wie die, die ich gerade bei Andre gefunden habe und gleich selber verwursten werde…
Also ich finde die “Todesstrafe” Saddams war überaus berechtigt!
Ich denke man sollte das Video in den Medien Veröffentlichen damit alle sehen wie jemanden Geschieht der so etwas getan hat.
Aber ein Haken gibt es, es Stärkt den Hass und den Willen Amerika zu Terrorisieren. Irakische Saddam anhänger werden Zurückschlagen. Wie ist ja noch nicht bekannt.
ich finde die todesstrafe in so einem falle gerecht ,denn ich darf auch nicht einfach losgehen und menschen töten ,oder anordnen ,töten zu lassen .
das ist amtsmisbrauch.
das giebts sooo oft das die politischen stellungen ausgenutzt werden ,auch in. deutschland .
Nun ja … wieder einmal wird deutlich das J-R von Matt keinesfalls recht hatte, als er Blogs als “Klowände des Internet” betitelte – nicht das Blog, sondern die Leserkommentare erreichen dieses Niveau, was man an meinen Vorrednern deutlich belegen kann. Nicht genug damit, dass es offenbar als nicht mehr “schick” gilt, sich an grundlegende Regeln von Orthographie und Grammatik zu halten (wir machen im Eifer des “Tippens” ja alle mal einen Fehler, aber die Qualität der obenstehenden Texte ist wirklich schockierend), auch inhaltlich wird das Klowandcliché erfüllt: Anstatt sich mit der grundlegenden Frage zu befassen, ob die Todesstrafe gerechtfertigt bzw. zu rechtfertigen ist, wird erst einmal fleißig gewettert: auf der einen Seite gegen Juden, gegen Amerikaner, gegen Staatsmänner (übrigens, was ist mit Staatsfrauen?). Vergessen wird dabei munter, dass wir – anders als beispielsweise die Iraki in den 70er, 80er und 90er Jahren – für unsere Staatsmänner selbst verantwortlich sind, wir wählen sie und sie handeln im Auftrag der Mehrheit. Tun sie das nicht, so haben wir die Berechtigung sie abzuwählen (dies verkennt Herr Dr. phil. namentlich in seiner Anspielung auf amtierende Staatsoberhäupter). Auf der anderen Seite erfolgt eine muntere Verteidigung der Todesstrafe im Falle Saddam Hussein.
Die grundlegende Diskussion, die eines Blawgs würdig wäre, sollte sich indes darauf richten, welche Maßstäbe wir für die Bestrafung eines Menschen anlegen oder anlegen sollten. Ist unsere dogmatische Ablehnung der Todesstrafe korrekt? Verkennen wir damit fremde (Rechts-) Kulturen? Verkennen wir möglicherweise den Straf- und Präventionszweck? Möglicherweise liegen wir – ach so gutmenschigen – Europäer ja auch mal falsch (ich impliziere das nicht, aber die Frage muss erlaubt sein)!? Wie reagiert man auf Massenmörder, Menschenschlächter und -schinder? Sollten wir sie unbehelligt lassen, wie dereinst die SS- und SD-Schlächter in der Bundesrepublik? Oder sollten sie ewig einsitzen? Wenn ja: was wäre der damit erzielte Erfolg? Würde der Täter sich besinnen, seine Taten als Verbrechen anerkennen, sich bessern? Müsste das nicht das Ziel einer Freiheitsstrafe sein? Wäre es andernfalls nicht unmenschlich einen Täter, der keine Aussicht auf Erkenntnis und Sühne hat, lebenslang “ziel- und zwecklos” gefangen zu halten? Oder sollten wir derartigen Tätern – sie waren ja schließlich mal Staatsoberhäupter – ein Leben in Freiheit gönnen, etwa in der Schweiz? Können wir einen derartigen Weg aber vor den Opfern verantworten?
Das sind die Fragen die in einem Blawg diskutiert werden sollten. Gerade Sie, geschätzter Herr Dr. phil. (und ich hoffe stark, dass hier kein Verstoß gegen § 132a Abs. 1 Nr. 1 StGB vorliegt) sind aufgerufen, Ihre Beiträge dem Niveau Ihres akademischen Grades gerecht werden zu lassen.
Nachtrag: Passend zum Thema und sachlich richtig weist der Generalsekretär der VN, Ban Ki Moon, nunmehr daraufhin, dass jedes Land selbst zu entscheiden habe, ob es die kapitale Strafe zulässt.